Hohe Zuschäge für Winterreifen

Autovermieter lassen sich die Ausrüstung mit Winterreifen teuer bezahlen. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest. In einem Test wurde bei den Vermietern zweimal ein Fahrzeug in der Golfklasse für ein Wochenende gebucht, einmal mit und einmal ohne Winterreifen. Der Aufschlag für die Winterbereifung betrug zwischen 15 und 58 Euro.

Die Autovermieter sind nicht verpflichtet, ihre Mietwagenflotte mit Winterreifen auszustatten. Möglich macht das eine Feinheit in der gerade verabschiedeten Winterreifenverordnung. Demnach ist nicht der Halter, sondern der Fahrer für eine angepasste Bereifung verantwortlich. In der Praxis bedeutet das, dass der Mietwagenkunde unter Umständen für Schäden am Mietwagen haften muss, wenn er auf die Winterreifen verzichtet hat. Denn wer bei den derzeitigen, winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, handelt nach Ansicht vieler Versicherer grob fahrlässig.

Die Mietwagenfirmen argumentieren, dass ihnen durch die zusätzliche Ausrüstung mit Winterreifen auch zusätzliche Kosten entstünden. Diese würden sogar nur zum Teil auf die Kunden umgelegt werden, weil der Preiskampf in der Branche keine komplette Umlage erlaube.

Der ADAC hält dagegen, dass die verlangten Zuschläge in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten liegen würden. Schon mit einigen Kunden die Winterreifen dazu buchen, hätten die Vermieter die zusätzlichen Kosten wieder raus. Zumal ohnehin rund 80 Prozent der Mietwagenflotte wintertauglich ausgestattet sei, so der ADAC. Ganzjahresreifen haften bei winterlichen Straßenverhältnissen zwar nicht so gut wie Winterreifen, allerdings deutlich besser als Sommerreifen.

Kategorie: Nachrichten Autor: LkwVermietungen.de am 15.Dezember 2010.
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